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Wetzlar (54.000 Einwohner) ist die Kreisstadt des Lahn-Dill-Kreises.
Den Anfang machte ein konradinischer Graf. Er ließ 897 an der Stelle des heutigen Wetzlarer Doms eine Kirche einweihen. Seine Nachfahren gründeten an derselben Stelle im 10. Jahrhundert ein Stift zu Ehren Mariens. Handwerker und Händler siedelten sich an. Ein Marktort entstand, wuchs, schwang sich zur “Hauptstadt des Rechts” empor, verewigte sich in Literatur und Kirchenbaukunst, schrieb Industriegeschichte. Wetzlar, eine Stadt mit interessanter Geschichte und packenden Geschichten. Tipp: Der Opticparcours oder der Kletterwald |
Was ein Gericht so alles anrichten kann, zeigt sich nirgendwo besser als in Wetzlar. Gute 100 Jahre lang beherbergte die Stadt in ihren Mauern das höchste Zivilgericht des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation: Das Reichskammergericht. Ohne die Richter, Prokuratoren und Advokaten wären viele der prachtvollen Fachwerkhäuser in der Altstadt nie gebaut worden. Goethe hätte den jungen Werther nie leiden lassen müssen, die Museumslandschaft wäre ärmer. Wetzlar hätte kaum zu der Größe gefunden, die – nach dem Eisenbahnanschluß in den 1860er Jahren – Voraussetzung war für eine florierende industrielle Entwicklung, geprägt von Tatkraft und Erfindergeist.
Was Wetzlars Umgebung angeht, so stellte schon Goethe in für ihn ungewohnter Kürze fest “…rings umher eine unaussprechliche Schönheit der Natur.” Enthusiastischer läßt sich das kaum sagen, wohl aber differenzierter: Gut ausgeschilderte Wanderwege durchqueren idyllische Wälder, ausgebaute Radwege führen bis in den Hintertaunus, die Lahn bietet sich als heimeliger Wasserweg für beschauliche Bootstouren an. Und was schließlich Küche und Keller betrifft oder gar die Feste, die Wetzlar so gut zu feiern versteht…


